Stellenüberschriften: Was bedeutet (a) und (m/w/d)?

Stellenbezeichnung: Was bedeuten die Abkürzungen (a) und (m/w/d)?

Wer damals in der Zeit noch vor der Internet-Jobsuche, so um das Jahr 2001, nach offenen Stellen suchte, erinnert sich sicher noch daran, wie man die Tageszeitungen durchwühlte, und wie einfach es doch war, als es nur die Bezeichnungen (m/w) gab.

Jetzt, wer in der heutigen Zeit eine neue Stelle sucht, hat sicher mehr als oft genug die Abkürzungen (m/w/d) und andere sonderbare Kennzeichnungen bei den Titelbezeichnungen gesehen. Und manch einer fragt sich, was wohl das «d» in dem Titel einer Stellenanzeige bedeutet?!

Um Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir das mal etwas genauer unter die Lupe genommen und zeigen euch, worauf es bei diesen Stellenbezeichnungen ankommt, und erklären die verschiedenen Bedeutungen. So sind in Zukunft alle Unklarheiten aus dem Weg.

Ein «D» im Titel, was hat es damit auf sich?

Egal ob man in der Zeitung, Zeitschriften oder auf dem Online-Weg nach einer neuen, beruflichen Herausforderung sucht, hat schon viele seltsam wirkende Stellenabkürzungen gesehen, wie etwa die klassische (m/w/d).

Doch was bedeutet das zusätzliche «D»? Es wird damit schlichtweg auf das dritte Geschlecht hingewiesen und steht für «Diverses». Aber auch andere Zusätze wie «TG» und «GN» sind in den Jobangeboten anzutreffen. Was damit gemeint ist werden wir gleich noch ansprechen.

Für Unternehmen ist es in der Schweiz Pflicht, dass die Stellenausschreibungen geschlechtsneutral ausgeschrieben werden. Hinter der Berufsbezeichnung gehört standardmässig als Ergänzung zum Stellentitel die Bezeichnung «m/w» dazu, und es reicht völlig aus, dies in den Stellenausschreibungen so zu erwähnen. Es ist jedoch empfehlenswert, dass dritte Geschlecht in der Stellenüberschrift als Ergänzung hinzuzufügen. So kann niemand dem Unternehmen Diskriminierung vorwerfen.

Anbei noch eine Auflistung der Stellekürzel was die Geschlechtsneutralen Bezifferungen in den Stellenbeschriftungen bedeuten damit künftig jeder im klaren ist was die jeweiligen Bezeichnungen bedeuten. Diese Auflistung richtet sich hauptsächlich für den Schweizer Arbeitsmarkt aus.

  • (m/w/d) = Männlich/Weiblich/Diverses
  • (m/w/tg) = Männlich/Weiblich/Transgender
  • (m/w/gn) = Männlich/Weiblich/Geschlechtsneutral
  • (m/w/i) = Männlich/Weiblich/Intersexuell
  • (m/w/x) = Männlich/Weiblich/Beliebig
  • (m/w/*) = Männlich/Weiblich/Beliebig

Die Auflistung könnte an diesem Punkt natürlich noch weiter gehen. Doch für den Schweizer Arbeitsmarkt ist es völlig ausreichend diese hier zu kennen. Wer jedoch im internationalen Raum tätig sein will sollte sich weit mehr Wissen über dieses Thema aneignen. Wie etwa die Englische, oder man kann es auch für die Französische Variante nutzen: (m/f), das f in der englischen Version steht hierbei für «female».

Ein (a) für geschlechtsneutrale Stellenausschreibungen

Ein (a) für alle Fälle! Mit der Neuerung (a), also mit diesem einzelnen Buchstaben, ist es für alle Unternehmen einfacher geworden, geschlechtsneutrale Stellenangebote auszuschreiben. Es bringt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer den optimalen Lösungsweg. Denn mit diesem (a) können alle Menschen angesprochen werden. Der vorherige Zusatz (m/w/d) kann nun getrost wegfallen. Denn Unternehmen, die niemanden benachteiligen, haben zufriedene Arbeitnehmer und eine ausgeglichene Arbeitsatmosphäre. Das wiederum führt zu mehr Produktivität. Fühlen sich alle Beteiligten wohl, sind sie zufrieden.

Das (a) wird in der Zukunft mit Sicherheit öfters auftauchen, denn hinter diesem Anfangsbuchstaben versteckt sich die Abkürzung «alle», und ist sowohl national wie international anwendbar. Denn mit dem A kann man beispielsweise auch in Englischsprachigen Stellenüberschriften anwenden, wie etwa «all». Also fast identisch mit dem deutschen Wort für «alle». Nie mehr müssen sich Unternehmen darum sorgen, ob jemand diskriminiert wird. Oder geschlechtsneutral ist oder nicht. Solche Unklarheiten fallen mit einem einzigen Buchstaben weg.

Der Rekrutierungsprozess ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe und eine Hürde für fast alle Unternehmen. Die «Intersexualität» birgt für Arbeitgeber eine neue Herausforderung, die mit Bedacht bewältigt werden muss. Manch ein HR-Recruiter ist verunsichert, aber auch beim Bewerber kann dies der Fall sein. Damit es zu weniger Missverständnissen und klare Ansprachen führt, ist es darum wichtig, die Stellenanzeigen so zu formulieren, dass sie geschlechtsneutral sind. Natürlich sollten die Bewerber auch darauf achten, die Bewerbungsschreiben genauso zu formulieren, denn daraus können sicher positive Chancen resultieren.

Ein «A» für alle! Praktisch und einfach zugleich.

Das dritte Geschlecht, wozu?

In der Schweiz erblicken pro Jahr ungefähr zwischen 20 bis 100 Neugeborene das Licht der Welt, die vorläufig zu keinem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden können. Diese Babys werden dann als «intersexuell» einstuft. Schätzungsweise gibt es mehr als 17’000 solche Menschen in der Schweiz, die sich zu keinem der beiden Geschlechter «männlich» oder «weiblich» zugeordnet fühlen. Weshalb dies so ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beispielsweise, dass sie biologisch, genetisch, anatomisch oder einfach wegen hormonellen Behandlungen sich nicht zu einem dieser zwei Geschlechter zugehörig fühlen. Deshalb wurde das dritte Geschlecht eingeführt, und das verhindert eine Diskriminierung seitens der Betroffenen. Sie können sich frei fühlen, ohne dass sie sich hinter irgendwas verstecken müssen.

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