Das Hobby zum Beruf machen? Aus Leidenschaft wird Traumberuf

Was oft in der Freizeitbeschäftigung beginnt kann mit viel Fleiss und Arbeit sich zum wahren Traumjob weiterentwickeln. Nie wieder abhängig sein von irgendwelchen «nervtötenden Vorgesetzten», die einem vorschreiben, was man zu tun hat. Warum nicht einfach frei sein? Weshalb also nicht das Hobby zum Beruf machen? Klingt vielversprechend. Das tun was man am liebsten tut.

Doch zuerst einmal muss sich jeder die eine Frage stellen: «Ist mein Hobby geeignet als Einnahmequelle?» Kann diese Frage mit einem «JA» beantwortet werden, sind noch lange nicht alle Unklarheiten bereinigt.

Viele Hobbys können zum Beruf gemacht werden

So ziemlich jedes Hobby kann zum Beruf gemacht werden. Häufig besteht ein Hobby aus Leidenschaft, die sich mit der Zeit als Ausgleich zum Arbeitsalltag weiterentwickelt. Ein Hobby hat nicht immer gleiche oder ähnliche Tätigkeiten, mit denen man beruflich zu tun hat. Wer sein Hobby zum Beruf machen will muss einiges abklären. Besteht tatsächlich Bedarf nach dem was ich in meiner Freizeit mache oder produziere? Habe ich genügend Startkapital? Kann die Zeit in der Aufbauphase, in der keine oder nur geringe Einnahmen entstehen, überbrückt werden?

Alles kann, aber nichts muss. Es kann durchaus funktionieren, wenn alles wohlüberlegt, gut durchdacht und ein solides Konzept sowie ein Businessplan erstellt werden. So können Fördergelder oder ein Kredit beantragt werden.

Wer sich ein solides Wissen angeeignet und sich stets weiterbildet hat zudem immer bessere Chancen in der Wirtschaft Fuss zu fassen.

Es gibt auch Hobbies, die sich nicht als Beruf eignen

Anders sieht es bei denen aus, die nur für den Eigenbedarf Erzeugnisse herstellen, aber nichts Verwertbares produzieren können. Da muss man selbstkritisch, realistisch und ehrlich zu sich sein. Ist «das, was ich vorhabe, auch umsetzbar?» oder überschätzt man sich bei diesem Vorhaben total? Jedes Jahr platzen unzählige Träume von der Selbständigkeit. Nur weil man etwas gerne tut heisst das noch lange nicht, dass es ausreicht, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Viele Faktoren spielen da mit, wie etwa das Marketing, der Verkauf sowie die Kommunikation mit der Kundschaft, das einer der wichtigen Bestandteile der Selbständigkeit ist. Und nicht zu vergessen, die Finanzierungfaktoren.

Welche Vorteile und Nachteile gibt es?

Ob es eine gute oder eine schlechte Idee ist, das Hobby zum Beruf zu machen, kann so pauschal nicht beantwortet werden. Vieles zeigt sich erst nach einiger Zeit ab, um einschätzen zu können, ob es sich lohnt. Vor- und Nachteile gehören einfach fest zusammen. Wir zeigen welche es dazu gibt.

Die Vorteile
  • Der eigene Chef sein
  • Arbeiten macht wieder Spass
  • Authentisch und sich selbst sein
  • Experte sein bezugnehmende auf das frühere Hobby
  • Freude an der Tätigkeit haben
  • Täglich der Leidenschaft nachgehen zu können
  • Die Zufriedenheit bei der Arbeit steigt
  • Überzeugt sein von der Idee, und das fördert den Erfolg
  • Selbst längere Arbeitszeit und Überstunden werden akzeptiert
  • Selbst die Zeit einteilen zu können ist grossartig
Die Nachteile
  • Komplette Verantwortung übernehmen
  • Lange Arbeitstage mit viel Arbeiten sind vorprogrammiert
  • Es entsteht mehr Druck, weil es ungewiss ist, wieviel Geld hereinkommt
  • Man wird mit unangenehmen Nebenerscheinungen konfrontiert, die beim Hobby «ausgeklammert» werden konnten
  • Entscheidungen treffen, was man mit dem erarbeiteten Geld macht: Sich ein Gehalt auszahlen oder wieder investieren?
  • Ein neues Hobby suchen, um einen Ausgleich zu finden

Das Hobby ist zum Beruf geworden, das kann dazu führen, dass der Reiz verloren geht. Das nächste Problem besteht darin, dass es ausser dem «Hobby» nun keine anderen Möglichkeiten mehr gibt Geld zu verdienen, der Druck ist gross.

Eine Marktanalyse erstellen

Kann mein Hobby in naher Zukunft meine Haupteinnahmequelle werden? Eine Marktanalyse zeigt wie profitabel das Vorhaben ist, und ob es sich lohnt, in den Markt einzusteigen.

Schaut euch am besten einmal die Situation des Marktes an. Ist der Markt übersättigt mit Angeboten und Dienstleistungen, welche ich anbiete? Wie gross ist die Konkurrenz? Um welche Marktrichtung handelt es sich? Ist mein Hobby im Bereich der Konsumgüter, Warenmarkt oder Güter für den Endverbraucher? Oder Bereich Lebensmittel, Investitionsmarkt, Güter für die Herstellung von Maschinen usw.?

Bietet mein Hobby Nischenprodukte an?

Ist das Produkt oder die Dienstleistung ein Nischenprodukt, bestimmt für einen kleinen Kundenkreis? Doch was ist ein Nischenprodukt? Das können zum Beispiel Taucherausrüstungen, Briefmarken, einzigartige Münzensammlungen, trendige Produkte wie stylische und coole Haustierbetten, Schrankaufhänger, Wäschekörbe, Brillenetui, Yoga-Matten oder einfach spezielle Kapuzen oder Mützen sein.

Diese Produkte mit einem kleinen Marktanteil könnten profitabel sein. Nischenprodukte haben jedoch einen klaren Nachteil, sie finden bei der Allgemeinheit meist weniger Anklang, können jedoch für bestimmte Kundengruppen eine hohe Nachfrage mit sich bringt, die ihre Bedürfnisse gedeckt haben möchten. Da spricht man von Nischenprodukten.

Durch den eigenen Hobby Blog zum Dienstleister werden

Das Internet bietet viele grossartige Hobbys an, wie beispielsweis Blogs über ein bestimmtes Thema betreiben. Man kann über technische Aspekte bis hin zu genussvollem, gutem Essen berichten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange das Interesse geweckt wird. Wer hartnäckig lange genug am Ball bleibt, hat die Chance, irgendwann eine Haupteinnahmequelle daraus zu machen.

Sei ein Experte in deinem Bereich und veröffentliche regelmässig interessante Artikel mit Bildern von hervorragender Qualität. So wird eventuell die Nachfrage nach deinem Blog steigen und das Hobby wird tatsächlich zu deinem Beruf.

Influencer werden, durch das eigene Hobby

Alles fängt mit einem kleinen Hobby an, und mit der Zeit keimt Ehrgeiz auf. Mit Social Media kann mittlerweile jeder ein Influencer werden. Doch nicht jeder schafft es, diesem grossen Druck dauerhaft standzuhalten und zu jeder Zeit, egal wo, erreichbar zu sein.

Wer ein Influencer werden will ist sich vermutlich nicht bewusst, dass dies nicht schnell über Nacht passiert und zack – der Erfolg steht vor der Tür. Es braucht, wie beim Bloggen, viel Zeit, Engagement und Durchhaltewille. Und selbst dann kann nur vielleicht etwas entstehen.

Der Weg ist das Ziel

Das Hobby zum Beruf machen kann wirklich funktionieren. Entscheidend ist die Herangehensweise. Das Hauptmotiv sollte immer die Tätigkeit selbst sein. Überzeugt sein von dem was man tut, und sich nicht durch andere beeinflussen lassen, dass es bereits alles schon gibt. Lasst euch nicht unterkriegen, denn der Weg ist das Ziel. Egal wie lange und steinig er sein mag. Eines ist gewiss, wenn ihr Experte in eurem Gebiet seid und über genügend Finanzierungmöglichkeit habt ist vieles machbar. Es braucht nur seine Zeit, gute Planung und der Erfolg kann kommen. Garantiert ist zwar nichts, aber wie gesagt, der Weg ist das Ziel.

Wer die Erwartung hat, durch das Hobby schnelles Geld zu verdienen, sollte wohlüberlegt handeln. Dies wird sicher nicht eintreten, und Frustration, Unzufriedenheit und geplatzte Träume sind das Resultat.

Autor: Raphael

Kommentar hinterlassen