8 absolute No-Gos: Vermeide dies im Jobinterview

Endlich ist es geschafft, das lange Bewerben auf eine neue Stelle scheint sein Ende zu nehmen.
Der Termin für das erst Gespräch steht nun endgültig fest. Das Vorstellungsgespräch rückt immer näher. Der Bewerber bereitet sich intensiv darauf vor welche Fragen gestellt werden könnten. Informiert sich über das Unternehmen, in welcher Branche es tätig ist, und auch die Firmengeschichte ist ein wichtiger Bestandteil dessen, was ein Bewerber wissen muss. Das klassische Bewerbungsgespräch ist ein «Frage und Antwort Spiel». Denn so kann der HR-Verantwortliche herausfinden, ob der Bewerber zum Unternehmen passt, oder eben nicht.

Damit der Bewerber bei den Personalverantwortlichen punkten kann, und worauf es bei einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch ankommt, zeigen wir hier die wichtigsten Punkte, die beachtet werden müssen, und welche No-Gos auf keinen Fall passieren dürfen. Vermeidet diese Fehler und man ist auf der sicheren Seite.

Der erste Eindruck zählt – Es gibt keine zweite Chance

Nun ist es so weit, das erste Bewerbungsvorstellungsgespräch steht vor der Tür. Der erste Eindruck ist entscheidend, und das gilt für jedes Vorstellungsgespräch. Die Personalverantwortlichen bilden sich innert Sekunden bereits eine Meinung über den Bewerber.

Es ist äusserst wichtig nicht zu spät zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Am besten ist es, stets 5 bis 10 Minuten vor dem vereinbarten Termin vor Ort zu erscheinen. So hat der Bewerber noch genügend Zeit, sich noch einige Gedanken zu machen und durchzuatmen. Eine Style Check, ob alles passt, um gegebenenfalls noch das eine oder andere zu richten, ist auch nicht schlecht, sich entspannen, und so den Personalverantwortlichen zu erwarten.

Der Recruiter ist auf dem Vormarsch und nähert sich. Habt keine Bange vor dem Erstgespräch. Es gibt nämlich nichts zu befürchten. Auch wenn das innere «Ich» vor lauter Nervosität am liebsten schreien möchte: «Steh auf und renn weg!».

Unsere Tipps für euch:

  • Legt Professionalität an den Tag
  • Bleibt höflich und sachlich
  • Bleibt ehrlich
  • Beantwortet die gestellten Fragen mit den bestmöglichen Antworten
  • Übertreibt es nicht mit Eigenlob oder mit euren Fähigkeiten

Auch gut zu wissen: Smartphones ausschalten und wegstecken. Lautlos ja, aber bitte ohne Vibrieren.

Worauf der Personalverantwortliche beim Bewerber schaut

Bereits vor dem ersten Gespräch schaut sich der HR-Recruiter den Kandidaten genau an. Wer ist der Kandidat? Passt der Bewerber zum Unternehmen? Wie sieht sein Outfit aus? Passend, oder hätte sich der Bewerber bei der Bekleidung mehr Mühe geben sollen? Ist der Händedruck fest genug, oder nur ein schwaches Schütteln? Sicher, in Zeiten von Corona ist dies nicht mehr relevant, dennoch gut zu wissen, wenn wieder Normalität einkehrt. Wirkt der Bewerber seriös oder eher nicht? Wichtig sind auch Gestik und Mimik während des Gespräches. Auf solche Dinge achten die Personalverantwortlichen schon bevor der eigentliche Erstkontakt stattfinden wird.

Der Bewerber hinterlässt viele Eindrücke, die positive als auch negative Signale aussenden können. Noch bevor das Gespräch beginnt, hat sich der HR-Verantwortliche ein erstes Bild über den anstehenden Bewerber gemacht.

Nun lasst uns mit den No-Gos beginnen, die keinesfalls passieren dürfen:

1. Der Name des Gesprächspartners vergessen

Hoppla, nun ist es passiert, das schlimmste No-Go ist eingetroffen, der Name des Ansprechpartners ist vergessen. Oh je, wie peinlich ist das denn? Bevor eine solche Situation eintreffen kann, haben wir für euch diesen wertvollen wie auch einfachen Tipp parat: Schaut am besten nochmals die schriftliche Einladung kurz an. Nun kann das Gespräch stattfinden, und alles läuft wie am Schnürchen. Doch bei der Verabschiedung geschieht es, du hast den Namen des Gesprächspartners während des Gesprächs nicht mehr im Kopf. Erneut bist du ins Fettnäpfchen getreten! Also merkt euch den Namen des Gesprächspartners gut bis zum Schluss! Denn das kann ein entscheidender Punkt sein.

2. Schlecht auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet sein

Ungenügend auf das bevorstehende Vorstellungsgespräch vorbereitet zu sein geht schon mal gar nicht. Bereite dich vor und informiere dich über das Unternehmen, die relevantesten Produkte, bei Agenturen wären es dann die angebotenen Dienstleistungen, und wie es aktuell auf dem Markt positioniert ist. Solche Fakten zu wissen ist sehr wichtig, denn die werden allzu gern als Lieblingsfragen gestellt, wie: «Was wissen Sie über unser Unternehmen?», «Was ist unsere Haupttätigkeit?» oder «Was für Produkte / Dienstleistungen bieten wir an?» Solche Fragen werden bei einem Jobinterview bevorzugt gestellt.

3. Meine eigenen Skills (Fähigkeiten) nicht kennen oder vergessen

Ein weiterer Punkt, der genauso wichtig ist, sind die eigenen Fähigkeiten und das eigene Dossier zu kennen. Es sollte auf keinen Fall passieren, dass du vergisst, was in deinem Lebenslauf steht. Beispielsweise die Sprachen, die du beherrschst, oder die nur aufgeführt sind, damit du besser dastehst. Es kann nämlich sein, dass im Lebenslauf die Sprache «Französisch» steht, und der Personalverantwortliche fragt dich etwas in dieser Sprache. Dann ist es umso peinlicher, wenn du nicht entsprechend darauf antworten kannst.

Bei den Skills im CV am besten immer ehrlich sein, nicht mit überheblichen und angeberischen Inhalten «prahlen». Das ist ein absolutes No-Go! Ehrlichkeit bewährt sich am besten und bewahrt vor unangenehmen Situationen.

4. Die Schwächen und Stärken kennen

In einem Vorstellungsgespräch taucht früher oder später die klassische Frage aller Fragen auf: «Was sind deine Stärken und welche Schwächen hast du?» Kannst du keine kompetente Antwort liefern hast du bereits ein Minus Punkt und giltst als schlecht vorbereitet. Es kann sogar sein, dass dich der HR-Verantwortliche als unqualifiziert erachtet. Und es ist auch nicht ratsam die Schwächen zu leugnen.

Damit die Chancen am besten stehen, bereitet euch vorher auf eure Stärken und Schwächen gut vor. Nimm dir am besten die SWOT Analyse zur Hand. Mit dieser Formel fährst du schon jetzt auf der richtigen Spur. Überlege dir was dir bei der Arbeit schwer fällt, und was für dich eher ein Kinderspiel ist. Zeige ausserdem deine Lernbereitschaft und den Willen, Neues zu entdecken. Beispielsweise: «Die Arbeit an der Kasse macht mich unsicher und nervös», doch du wärst bereit einen Weiterbildungskurs zu absolvieren.

Wer die SWOT Analyse noch nicht kennt, hier eine Infografik dazu.

5. Während des Gesprächs ins Wort fallen

Hast du die Neigung, während jemand spricht ins Wort zu fallen und zu unterbrechen? Unterlasse das tunlichst beim Vorstellungsgespräch. Das zeugt von Schwäche, und gibt dem Personalverantwortlichen den Eindruck, dass er ein «Besserwisser», oder umgangssprachlich ausgedrückt, ein «Klugscheisser» vor sich hat. Also «Quer bei Fuss» heisst die Devise. Lasst den Interviewpartner aussprechen und hört aufmerksam zu.

6. Standardisierte Antworten

Manch einer bereitet sich zu intensiv auf das Bewerbungsgespräch vor, indem der Bewerber vor dem Spiegel steht und Standardantworten lernt. Tut das nicht, bleibt euch selbst! Ein Vorstellungsgespräch ist nämlich kein Schauspiel Theater. Viele Personalverantwortlichen kennen bereits die standardisierten Antworten mitsamt den einbezogenen Floskeln, und können es kaum mehr hören. Unser Tipp: «Bleibt authentisch und locker.»

7. Keine Kritik ausüben und auf die Wortwahl achten

In einem Vorstellungsgespräch sollte man überlegt und mit Bedacht antworten. Besonders dann, wenn es um Kritik geht. Kritisiere niemanden, auch nicht frühere Arbeitgeber. Neue Ideen und Verbesserungsvorschläge sind zwar eine gute Sache, haben aber in einem Vorstellungsgespräch nichts zu suchen. Achte auf deine Wortwahl, Beleidigungen und Schimpfwörter sind ebenfalls absolut tabu und ein definitives No-Go! Nimm es ruhig und dich in dieser Situation am besten zurück.

8. Weitere No-Gos in einem Jobinterview

Also, viele Fragen wurden nun an dich gestellt, und jetzt musst du dich damit befassen, was du vom Arbeitgeber wissen möchtest.
Es ist nicht angebracht folgende Fragen zu stellen:

  • Wie sieht es mit der Arbeitszeit aus?
  • Wie viele Wochen Urlaub habe ich zugute?
  • Ist die private Nutzung vom Internet erlaubt?
  • Darf ich während der Arbeit in den Social Medien tätig sein?
    (Tiktok, Instagram, Twitter, Pinterest, Snapchat oder Facebook)
  • Sind die Aufstiegsmöglichkeit gut?
  • Wie hoch ist mein Verdienst?

Solche Fragen sind völlig unprofessionell und zeugen von Naivität und Ahnungslosigkeit. Diese Bewerber haben während des Vorstellungsgesprächs schon verloren.
Und bereits beantwortete Fragen sollten nicht nochmals gestellt werden. Niemand mag kalten Kaffee.

Macht euch Notizen während des Gespräches, so wisst ihr stets, was bereits diskutiert wurde. Das heisst: Keine wiederholten Fragestellungen!

Am Ende eins Vorstellungsgesprächs erhält der Bewerber oftmals noch die Möglichkeit, dem Interviewpartner Fragen zu stellen. Damit signalisiert der Bewerber Interesse und Motivation. Nimm diese Gelegenheit wahr, damit kann man Punkte einholen. Das zeigt auch, dass der Bewerber ein guter Zuhörer ist und sich wirklich für die Stelle interessiert.

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